Gedichte

Wintersonnentag

Wintersonnentag

Gras mit Winterkristallen bedeckt,
die Sonne lässt die Wiese funkeln,
die Lungen füllen sich mit kalter, klarer Luft,
fester Tritt auf hartem, vereisten Boden.

Es knirscht und knackt,
der Fuß bricht in der fast gefrorenen Pfütze ein,
meditatives zeitvergessen.

Das Gesicht zieren rote, kalte Wangen
als sichtbares Zeichen des Glück durchströmten Körpers.

(2021)

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Meeressehnsucht

Meeressehnsucht

Ich möchte das Rauschen des Meeres in meinen Ohren einfangen,
den Anblick der Wellen in meine Augen brennen,
den Wind in meinen Haaren fixieren,
die Salzluft in meiner Nase festhalten,
die Haptik des Sands an meinen Füssen bewahren,
den Geschmack des Salzwassers auf meiner Zunge konservieren,
die Kraft des Wassers in meinen Verstand verankern und
die Freiheit am Meer in meinem Herzen tragen.

(2021)

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elende Welt

elende Welt

Warum müssen Menschen sterben,
weil es andern so gefällt?
Warum müssen Menschen leiden,
all das Elend dieser Welt…

Warum Rechte anderer Lebewesen beschneiden,
damit diese leiden?
Können wir wirklich keine Humanität zeigen?
Es fällt mir schwer, dies zu ertragen.
Doch was nützt es, sich zu beklagen?

Ich fühle mich oft hilflos und ganz klein
und manchmal möchte ich laut schreien.
Kann sich jemals etwas ändern?
Manchmal denk ich leider nein.

Denn seit Menschen jemals lebten
und sie stets nach "Besserem" strebten,
gibt es Gewalt, Hass und Krieg,
da die Mehrheit meistens schwieg.

Die Gründe waren meist die Gleichen,
initiiert oft von den Reichen.
Ob Religion, ob Macht, ob Geld,
dafür zieht man gern ins Feld.

Ein Anlass ist immer schnell gefunden,
andere Menschen zu verwunden
und zeitgleich zu bekunden,
man fühlt sich an Menschenrechte gebunden.

Das wir alle Menschen sind, versteht und lebt oft nur ein Kind.
Normal sind Krieg und Leid,
weltweit..

Ob sich dies jemals ändern wird,
bevor die gesamte Menschheit stirbt?

Realistisch betrachtet wohl eher nicht,
doch es ist unsere verdammte Pflicht,
und dann ist auch ein klein wenig Hoffnung in Sicht,
dass wir die Täter benennen und von ihren Ämtern trennen.

Damit all das Elend dieser Welt
irgendwann in sich zusammenfällt.

(2020)

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Wo bist Du?

Wo bist Du?

Wo bist Du, jetzt wo ich dich wirklich brauche?
Du wolltest doch für mich da sein, in guten wie in schlechten Zeiten,
sagtest Du würdest immer für uns kämpfen.
Unsere Beziehung war doch von unserer Kommunikation geprägt, ohne Angst sich gegenseitig die Meinung zu sagen.
Wir liebten uns so wie wir waren und wollten dem anderen seine eigene Entfaltung ermöglichen.
Nicht nur finanziell wollten wir uns unterstützen, wir wollten uns gegenseitig auf dem Weg durchs Leben begleiten.
Freiheit wollten wir uns geben und gemeinsam das selbe Grundverständnis leben.
Doch was ist geblieben?
Lügen und Feigheit ist das was bleibt, mit ein bisschen Fantasie noch ein Funken Menschlichkeit.
Ich frage mich daher mehr und mehr:
Wo bist Du mein geliebter politischer Liberalismus, wann kommst Du wieder her?
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To be with you

To be with you

To see you is the best for my eyes,
to kiss you is the best for my lips,
to listen your voice is the best for my ears,
to smell you is the best for my nose,
to touch you is the best for my skin,
to be with you is the best for me.

(2020)

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Körpervertrauen

Körpervertrauen

Schon als Kind begleiten mich Schmerzen
und mein Weg führte mich zu vielen Ärzten.
Ich war gesund, sie fanden nichts,
und sagten mir dann ins Gesicht:

Du bist gesund, stell dich nicht so an,
die Hoffnung: vielleicht nimmt man mich erst, irgendwann.
Das Resultat: selbst die eigene Mutter glaubt dir nicht,
selbst wenn du dir das Brustbein brichst.

Mein Körper, wie soll ich Dir vertrauen,
ich kann nicht auf Dich bauen.

Das Haus traue ich mich kaum zu verlassen,
aus der Angst die nächste Toilette zu verpassen.
Getrunken wird vorher schon kaum,
um nicht zu erwachen im Albtraum
in dem die Blase drückt
wie verrückt.
Denn manche Tage ruft die Toilette gefühlt alle 10 Minuten,
da muss ich mich oft ganz schön sputen.

Mein Körper, wie soll ich Dir vertrauen,
ich kann nicht auf Dich bauen.

Und auch der Darm macht was er will,
auch wenn ich mir wünsche: bitte chill.
Plane ich den Tag unterwegs zu sein,
nehme ich vorsorglich Loperamid ein.

Auf Essen wird vorher möglichst verzichtet,
damit mein Darm unterwegs nichts anrichtet.
Denn lieber hungern und möglichst auf der sichern Seite,
als wenn ich in das Unglück gleite.

Mein Körper, wie soll ich Dir vertrauen,
ich kann nicht auf Dich bauen.

Im Schienbein zieht es, geht es mir nicht gut,
manchmal spüre ich dann ein bisschen Wut.
Und auch der Rücken,
kann nicht aufhören zu drücken.

Von der Schulter fangen wir erst gar nicht an zu reden,
denn klinisch lässt sich wie immer nichts belegen.
Doch jeden Morgen fühle ich mich steif, als wäre ich ein alter Greis.
Und auch die Handgelenke haben keine Kraft und ich frag mich warum mein Körper das macht.

Mein Körper, wie soll ich Dir vertrauen,
ich kann nicht auf Dich bauen.

Meine Umgebung sieht mich oft als Mimose,
denn es gibt keine offizielle Diagnose.
Die Hilflosigkeit ist unerträglich und
manchmal fühle ich mich kläglich.

Und ich frag mich, warum all dies geschieht
und wie man sich dem entzieht.
Bis heute habe ich keinen Antwort gefunden,
warum mein Körper fühlt sich so geschunden.

Alles scheint aus der Balance,
doch vielleicht ergibt sich doch noch die Chance,
das ich eines Tages kann meinen Körper ertragen und sagen:

Mein Körper, ich kann Dir ganz vertrauen und immer auf Dich bauen.

(2020)

 

 

 

 

 

 

 

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2020

2020

Selten hat eine Jahreszahl allein aufgrund ihrer Ästhetik das Jahr so gut widergespiegelt,
durch Corona wurde die Welt quasi abgeriegelt.

2020 besteht aus zweimal derselben Zahl,
sowie die Politik gleichsam befahl:
Lockdown.
Für viele das reinste Grauen.
Vieles war nicht gut durchdacht
und hat vor allem Eltern das Leben schwer gemacht.

Und trotz der vielen Entscheidungen in diesem Jahr
wurde leider wieder einmal klar:
Manches ändert sich anscheinend nie,
auch nicht durch eine Pandemie.
Investition in Schulen hat weiterhin keine Priorität,
in wichtigsten Bereich setzt man auf Kontinuität.

2 bis 0 Kontakt waren das Jahr für viele Realität,
es folgte das Leben in der Virtualität.

2020 repräsentiert ebenso die Monotonie,
diese zwang viele auch psychisch in die Knie.

Doch 2020 strahlt auch etwas beruhigend und harmonisches aus,
man verbrachte sehr viel Zeit zu Haus.
Ob Zeit mit der Familie, neue Hobbys oder Kontemplation,
manch einer startet durch mit einer neuen Qualifikation
oder einer neuen Geschäftsidee,
entstanden durch Zeit für Spaziergänge durch eine Allee oder am See.

Wir sind mitten einer Umbruchzeit, weltweit.

Versuchen wir es als gesellschaftliche Weiterentwicklungschance zu verstehen,
es kommt darauf an, wie wir mit der Situation umgehen.

Wir dürfen unsere Werte nicht verraten,
denn könnten wir nach der Krise vielleicht sogar durchstarten.
Weltoffenheit, Freiheit und Toleranz,
statt Ignoranz und Solotanz.

(2020)

 

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ohne Titel I

zurück

 

Collage aus zwei Bildern. Links Skulptur mir hängenden Kopf, rechts drei Herzen an einer Mauer. (Frustration)Ist das Liebe oder kann das weg?

Anziehung und Abneigung,
sowohl Faszination als auch Frustration,
gefallen wollen, doch nur enttäuschen,
gierig nach Bestätigung, doch nur missbilligende Worte.
Langsame Resignation. Resultierende Kapitulation.
Gleichgültigkeit.
Liebe.
(2018)

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Sehnsucht

zurück

ein Paar läuft mit Regenschirmen durch das Wattenmeer. (Sehnsucht)Sehnsucht

Deinen Atem spüren auf meiner Haut,
Deine Lippen berühren zärtlich die meinen,
Haut auf Haut-Verschmelzung

Dein Gesicht sehen, wenn ich morgens aufwache.
Gemeinsame Zeit.
Einst so selbstverständlich,
nun so kostbar.

(2018)

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In Love

zurück

In Love

Ich denke nicht mehr rational,
und dennoch fühle ich mich genial.
Meine Zukunftspläne sind gerade nicht relevant,
ich habe das Thema aus meinen Gedanken verbannt.

(Zumindest habe ich es versucht.)

Denn all dies scheint momentan nicht wichtig
und erscheint nichtig.
Um aktuell glücklich zu sein,
brauche ich nur Dein.

Deinen Atem, Deine Stimme, Deine Lippen, Deine Hand,
unseren Alltag.

Und wenn Du mich auf die Stirn küsst, fühle ich mich geborgen
und mache mir kaum Sorgen.
Das ist es, was mich gerade glücklich macht
und mir neue Kraft verschafft.

(Das Einzige, was wirklich fehlt ist Zeit,
doch ich hoffe, das dies nicht lange so bleibt.)

(2019)

 

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