rostige Skulptur. Es ist eine Bleckwand, aus der sie Shiloutte eines Menschen ausgeschnitten wurde. Ihm gegenüber sitzt sie ausgeschnitte Shiloutte. Beide prosten sich am tisch zu.

2020

Selten hat eine Jahreszahl allein aufgrund ihrer Ästhetik das Jahr so gut widergespiegelt,
durch Corona wurde die Welt quasi abgeriegelt.

2020 besteht aus zweimal derselben Zahl,
sowie die Politik gleichsam befahl:
Lockdown.
Für viele das reinste Grauen.
Vieles war nicht gut durchdacht
und hat vor allem Eltern das Leben schwer gemacht.

Und trotz der vielen Entscheidungen in diesem Jahr
wurde leider wieder einmal klar:
Manches ändert sich anscheinend nie,
auch nicht durch eine Pandemie.
Investition in Schulen hat weiterhin keine Priorität,
in wichtigsten Bereich setzt man auf Kontinuität.

2 bis 0 Kontakt waren das Jahr für viele Realität,
es folgte das Leben in der Virtualität.

2020 repräsentiert ebenso die Monotonie,
diese zwang viele auch psychisch in die Knie.

Doch 2020 strahlt auch etwas beruhigend und harmonisches aus,
man verbrachte sehr viel Zeit zu Haus.
Ob Zeit mit der Familie, neue Hobbys oder Kontemplation,
manch einer startet durch mit einer neuen Qualifikation
oder einer neuen Geschäftsidee,
entstanden durch Zeit für Spaziergänge durch eine Allee oder am See.

Wir sind mitten in einer Umbruchzeit, weltweit.

Versuchen wir es als gesellschaftliche Weiterentwicklungschance zu verstehen,
es kommt darauf an, wie wir mit der Situation umgehen.

Wir dürfen unsere Werte nicht verraten,
denn könnten wir nach der Krise vielleicht sogar durchstarten.
Weltoffenheit, Freiheit und Toleranz,
statt Ignoranz und Solotanz.

(2020)

 

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